Was wäre Autofahren ohne Benzin? Man könnte das schönste Auto mit der besten Technik und dem stärksten Motor besitzen, es würde keinen Meter weit fahren. Genauso verhält es sich mit Lernen und Motivation. Man kann die besten Lerntechniken kennen und intelligent sein, ohne Motivation zur Vorbereitung und zum Lernen wird es nicht gehen. Motivation und eine gute Einstellung sind die absoluten Grundlagen erfolgreichen Lernens. Eine gute Möglichkeit, sich zu motivieren, ist es dabei, sich ein konkretes (Lern-)Ziel zu setzen und es konsequent zu verfolgen!

Warum?

Nur circa drei Prozent aller Menschen setzen sich echte Ziele – und diese Menschen sind in aller Regel die glücklichsten und erfolgreichsten Menschen der jeweiligen Bevölkerung. Warum aber setzen sich dann bloß so wenige Personen Ziele? Die Gründe dafür sind vielfältig. Angst, wenig Selbstbewusstsein und – ganz einfach – viele Menschen haben es schlicht und ergreifend nie richtig gelernt. Zielsetzung heißt nämlich nicht, dass man sich an Silvester irgendwelche halbherzigen Vorsätze macht, sondern dass man sich wirklich ein Ziel zu eigen macht und es konsequent verfolgt. Wie das geht? Schaut es Euch an!

Wie konkret?

Idealerweise setzt man sein Ziel in einen regelrechten Zielplan um, und zwar schriftlich! Folgende ausgewählte Punkte sollte man nach und nach durchdenken und für sich notieren!

1) Zieldefinition: Hier geht es darum, das Ziel, das man verfolgen will, möglichst genau zu beschreiben. Also zum Beispiel: „Ich habe mein Abitur mit mindestens der Note 2,4 abgeschlossen.“ (und nicht nur „Ich will mein Abi.“). Aufgefallen ist sicher auch, dass die Formulierung in der Vergangenheit geschrieben ist, so als ob das Ziel schon erreicht wäre. Das gibt dem Ganzen eine gewisse Selbstverständlichkeit.

2) Vorteile: Was habt ihr denn davon, wenn ihr das Ziel erreicht? Wertschätzung, den Zugang zum Traumstudium oder zu der Ausbildung, die schon immer der persönliche Wunsch war? Ganz wichtig für die eigene Motivation!

3) Bereits verbuchte Resultate: Was habe ich denn schon erreicht? Gute Vornoten etwa? Prüfungserfahrung? Auch das ist wichtig für das eigene Selbstvertrauen – nicht bei null anfangen zu müssen.

4) Hindernisse: Was sind die Dinge, die zwischen mir und meinem Ziel stehen? Faulheit? Fehlende Struktur?… Hier ist Ehrlichkeit Trumpf! Irgendetwas gibt es bestimmt, sonst wäre das Ziel schon erreicht. Nur, wenn man seine(n) Gegner gut kennt, kann man ihn auch besiegen!

5) Fähigkeiten: Welche Fähigkeiten werden benötigt, um diese Hindernisse aus dem Weg zu räumen? Disziplin? Ehrgeiz?

6) Unterstützung: Wer kann helfen, wenn Not am Mann ist? Dabei spielt fachliche Unterstützung (Trainer, Lehrer, Ausbilder) eine große Rolle, aber natürlich sind auch wichtige Menschen aus dem Privatleben hier zu nennen! Ein toller Gedanke, oder? Man ist nicht allein auf dem Weg zum Ziel.

7) Aktionsplan: Aller Anfang ist schwer! Deshalb ist es wichtig, die ersten Schritte klar festzulegen! Wo fange ich ganz konkret an? Wann soll das passieren?

8) Enddatum: Erst damit ist ein Ziel ein echtes Ziel! Wann bin ich damit fertig?

9) Teilziele: Um immer wieder Erfolge zu erzielen und auch zu wissen, wo man steht, ist es wichtig, Teilziele festzulegen. Etwa ein Fach komplett zu beherrschen, eine alte Prüfung mit dem Wunschergebnis zu bestehen, …

Wie geht es weiter?

Diesen Plan gilt es jetzt immer wieder durchzuarbeiten und in regelmäßigen Abständen durchzudenken. Hat sich eine neue Person ergeben, die mich unterstützen kann? Habe ich ein Hindernis endgültig aus dem Weg geräumt? In diese Richtung ist der Plan regelmäßig zu überarbeiten und indem man das tut, verinnerlicht man das Ziel so, dass man irgendwann ganz automatisch darauf hinarbeitet! Viel Erfolg dabei!