Unsere klare Position zu Zeitplanung lautet: Bevor mit dem eigentlichen Lernen angefangen wird, sollte immer eine ordentliche Zeitplanung gemacht werden!

Warum wir das so sehen, wie konkret das umsetzbar ist und was die Vorteile davon sind, das schauen wir uns gemeinsam in den beiden neuesten Blogposts zum Thema Zeitplanung an!

Warum Zeitplanung?

An dieser Stelle ist ein Gedanke besonders wichtig: Beim Lernen haben wir verschiedene Ressourcen zur Verfügung. Bücher zum Beispiel. Wenn man etwas nicht weiß, kann man immer wieder darin nachschlagen. Kollegen und Ausbilder gehören auch zu den Ressourcen. Auch sie kann man immer und immer wieder fragen, sollte etwas unklar sein. Im Internet kann man sich Informationen (auf vernünftigen Seiten) immer wieder holen, sollte man etwas vergessen haben. Und dann ist da die Zeit. Auch eine Ressource. Der Unterschied zu den anderen beschriebenen Ressourcen wird allerdings schnell klar. Hier kann man nicht „nochmal nachschlagen“, „nochmal fragen“ oder „nochmal suchen“. Es gibt kein nochmal. Zeit ist die einzige Ressource, die nicht wiederzubekommen ist. Sie wird in jedem Moment weniger und schon allein aus diesem Gedankengang ergibt sich, dass es entscheidend ist, mit Zeit gut umgehen zu können! Ein professionelles Konzept dazu sieht drei Ebenen der Planung vor: die langfristige, die mittelfristige und die kurzfristige Planung. Die beiden ersten Ebenen werden Thema dieses Blogs sein!

Langfristige Planung

Die langfristige Planung umfasst das komplette Schuljahr oder Studium, beziehungsweise für mitlesende Azubis die komplette Ausbildungsdauer. Sie ist also sehr überblicksartig und daher etwas, womit wir uns hier nicht weiter beschäftigen wollen. Schließlich kann man kaum Einfluss auf langfristig geplante Strukturen nehmen, denn der zu bewältigende Stoff ist vorgeschrieben, ebenfalls sind es die Prüfungen, die man ablegen muss. Einzig Studenten können an dieser Stelle manchmal Einfluss nehmen, denn in manchen Studiengängen ist es möglich, Prüfungen und Veranstaltungen eines Semesters selbst zu wählen.

Mittelfristige Planung

Deutlich bedeutsamer ist hier schon die mittelfristige Zeitplanung. Sie umfasst circa die letzten zwei bis drei Monate vor einer Prüfungsphase und man geht dabei idealerweise in folgenden Schritten vor. Man nimmt ein Blatt Papier sowie einen Stift zur Hand und notiert sich zuerst einmal die verbleibenden Wochen rechts oben im Eck. Das könnten zum Beispiel 10 Wochen sein. Nun schreibt man in die Mitte des Blattes beispielsweise „Klausurphase“ und um diesen Begriff herum alle Prüfungen, die abgelegt werden. Im nächsten Schritt geht es darum, 100% „Lernpower“ auf die Fächer aufzuteilen. Gehen wir einmal davon aus, dass eine Klausur in Deutsch, eine in Physik, eine in Englisch, eine in Kunst und eine in Chemie abzulegen ist. Nicht jedes Fach bedeutet gleich viel Aufwand in der Vorbereitung. Manche Fächer sind schneller gelernt, manche dauern. Manche Fächer sind viel Gepauke, manche sind eher Anwendung, manche fallen einfach leichter, manche schwerer… Beispielsweise könnte folgende Aufteilung herauskommen: Deutsch 20%, Physik 30%, Englisch 20%, Kunst 5 %, Chemie 25%. Eine sinnvolle Gewichtung wurde also vorgenommen! Damit wurde dem Problem des Aufschiebens der schweren Fächer bis kurz vor der Klausur direkt entgegengewirkt! Jetzt haben wir die dicken Brocken (hier Chemie und vor allem Physik) vor Augen; sie machen mehr als die Hälfte des Lernaufwandes aus! In einem nächsten Schritt gilt es, die Prozentzahlen umzurechnen und Wochen abzuleiten, die noch zur Vorbereitung zur Verfügung stehen (im Beispiel 2 Wochen Deutsch, 3 Physik, 2 Englisch, 0,5 Kunst, 2,5 Chemie) und diese dann in einen Kalender zu übertragen. Dabei gilt: Mit den umfangreichsten Fächern wird grundsätzlich begonnen, um direkt einen Überblick zu bekommen. Zudem sollten die Wochen entzerrt werden und nicht beispielsweise alle drei Wochen Physik im Block stattfinden.

Fazit

Ein großer Schritt ist mit diesem Vorgehen schon einmal gemacht. Wie das Ganze mithilfe der kurzfristigen Planung noch weiter verbessert werden kann und welche konkreten Vorteile sich ergeben, wird im nächsten Blog zu lesen sein!